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Zur Messe am Sonntag, 12. Mai 2002, 10 Uhr, Michaelerkirche Steyr
Michael Haydn (1737-1806): Chiemsee-Messe:
Solisten:
Sopran:
Alt:
Tenor:
Bass:

An der Orgel:

Michaela Schubert
Sigrid Hagmüller
Johann Sommerer
Alfred Sausack

Birgit Moser
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Die "Missa in honorem Sanctae Ursulae", die schon frühzeitig den Namen "Chiemsee-Messe" erhielt, schrieb Michael Haydn für die Benediktinerinnen-Abtei Frauenwörth.

Äußerer Anlass dazu war die Profess von Ursula Oswald am 19. August 1793, der 21-jährigen Tochter eines "Fischermeisters und Seerichters auf Feldwies". Ihr widmete Haydn diese Messe.

Ursula Oswald, die den Klosternamen Sebastiana annahm, war musikalisch sehr begabt und vermutlich eine Schülerin Michael Haydns. Der Vater hatte sie "nach ihrem Bestreben die Music, Geigen und Singen" erlenen lassen.

Die Bestimmung der Missa in Honorem Sanctae Ursulae" und ihr Zusammenhang mit der jungen Chorfrau wurden erst 180 Jahre später, dank der Initiative von Dr. Robert Münster, dem Leiter der Musiksammlung der Bayrischen Staatsbibliothek, bekannt. Die Auffindung einer Partiturabschrift mit einem handschriftlichen Vermerk auf dem Titelblatt führte zu den neueren Erkenntnissen.

Das Original der Messe besteht aus 4 Solostimmen, Chor, Streichern, 2 Trompeten, Pauken und Orgel.
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